2 Tage im Nationalpark Gesäuse und Palfauer Wasserloch

Das Motto des Nationalparks Gesäuse in der Obersteiermark in Österreich lautet „Wildes Wasser, steiler Fels“, besser kann man es eigentlich nicht zusammenfassen.

Wir haben als Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks Admont gewählt und waren im Hotel Spiridom untergebracht, einem sehr schönen 4*-Haus mit einmaligem Blick auf den Stift Admont und die umliegenden Berge.

Nach der Ankunft (Check-In ab 15.00 Uhr möglich) haben wir die unmittelbare Umgebung und das Hotel, das Restaurant sowie die Panorama-Terasse des Restaurants erkundet und abends einen kleinen Spaziergang durch das Dörfchen Weng im Gesäuse (ein Ortsteil von Admont) gemacht, der uns über blühende Wiesen und direkt entlang der Enns führte. Wer den Weg laufen möchte sollte sich die im AppStore kostenlos erhältliche und sehr emfehlenswerte App „Bergfex“ herunterladen auf sein Smartphone und nach Ennswegrunde (4,25 km) suchen.

Bergsteiger-Friedhof in Johnsbach

Der Bergsteiger-Friedhof in zu Admont gehörenden Ortsteil Johnsbach hat traurige Berühmtheit erlangt als größter Bergsteiger-Friedhof der Welt.
83 Tafeln gedenken der Bergsteiger die in Ausübung ihres Hobbys oder als Bergretter im Einsatz zu Tode gekommen sind durch Absturz, Steinschlag oder Blitz.

Der Friedhof ist so ausgerichtet, dass man auf den Großen Ödstein blickt.

Johnsbacher Almenrunde

Eine wunderschöne Wanderung durch den Nationalpark Gesäuse durch  grandiose Natur, vorbei an Kühen, die im Wald, auf Wiesen und über Wege laufen, urige Almen, viele auch bewirtschaftet für durstige und hungrige Wanderer. Wir haben auf der Huberalm eine große Apfelsaftschorle getrunken und erfahren, dass die Bauern von Mai bis Oktober auf der Alm sind. Die Huberalm hat 139 Rinder in einem riesigen eingezäunten Bereich weiden. Auch der Wettertip vom Almwirt hat sich als richtig erwiesen. Wer da oben in der schroffen Natur sechs Monate des Jahres verbringt weiß so ziemlich genau, welche Wolken aus welcher Himmelsrichtung Regen und Gewitter bringen und welche nicht. Die Almenrunde ist sehr abwechslungsreich, hat 650 Höhenmeter und man sollte bei gemütlichem Tempo und der Einkehr auf einer der Almen auf der Tour mit ca. 4-5 Stunden rechnen. Details zur Johnsbacher Almenrunde auf Bergfex.

Wasserfallrundwanderweg Hall / Admont im Gesäuse

Eine weitere schöne Tour ist der 5,6 km lange Admonter Wasserfallrundwanderweg, der in Hall startet und gemütlich durch Wiesen und Wälder zum Mühlauer Wasserfall führt.
Details zum Wasserfallrundwanderweg auf Bergfex

Burg Gallenstein bei St. Gallen

Die Ruine der Höhenburg liegt öslich von St. Gallen und bietet einen genialen Ausblick auf St. Gallen und die Landschaft des Gesäuses. Die Burgruine ist nicht bewirtschaftet. Wir waren aufgrund der Öffnungszeiten und nach dem kurzen Aufstieg in der heißen Mittagssonne darauf aus zumindest etwas zu trinken zu bekommen, aber Fehlanzeigen. Aber natürlich lohnt der Aufstieg und Besuch der Burg Gallenstein trotzdem.

Wasserlochklamm Palfau

Die Wasserloch-Klamm Palfau liegt nördlich des Nationalparks Gesäuse im Naturpark Steirische Eisenwurzen. Enge Schluchten, rauschendes Wasser und atemberaubende Ausblicke. Man betritt das Mysterium über eine 65 m und 21 m hohe imposante Hängebrücke, die wunderbar leicht wackelt. Von hier aus hat man einen grandiosen Ausblick auf die grün dahin fließende Salza. Die Stadt Palfau hat für das Zugänglichmachen der fünf Wasserfälle unter enormem Einsatz in 7 Jahren einen Steig errichtet auf dem man dieses Naturspektakel sicher erkunden kann. Auf der Wanderung zum Wasserloch überwindet man auf 900 m Länge 325 Höhenmeter und benötigt dafür je nach Staunpausen mindestens 1,5 Stunden. Für den Rückweg gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man geht genau so wieder zurück wie man gekommen ist (unsere Empfehlung). Oder man wählt den Abstieg über den Jägerriedl, was aber zumindest uns deutlich mehr Zeit gekostet hat als die auf dem Schild veranschlagte eine Stunde. Auch haben wir eine Warnung bei der Beschilderung vermisst, dass dieser Weg nur bei guter Kondition, gutem und trockenem Wetter, bei Trittsicherheit und bei einer gewissen alpinen Erfahrung und Schwindelfreiheit gewählt werden sollte. Der Abstieg über den Jägerriedl ist zwar größtenteils im Wald und damit gibt es keine schroffen Felswände an denen man bei einem Fehltritt abrutschen könnte, aber das Gefälle und vor allem der Weg hat es trotzdem in sich. Es war sehr anstrengend, aber ein schönes Abenteuer, wenn man nach etwa 2 Stunden völlig erschöpft unten an der Salza ankommt. Und das Wort Jägerriedl-Abstieg sollte man nicht zu wörtlich nehmen, denn bevor es abwärts geht steigt man noch Mal ganz schön nach oben. Unterwegs sieht man zwar keine Wasserfälle, aber dafür gibt es an zwei Stellen einen wunderschönen Ausblick ins Salza-Tal und die Wasserlochschenke.
Die 5,50 € Eintritt pro Person für die Wasserloch-Klamm-Wanderung empfinde ich extrem günstig, wenn man bedenkt was es für ein Riesenaufwand war die tausenden von Treppen und Brücken in den Berg zu hauen und was es für ein regelmässiger Aufwand ist die Anlage, die Wind, Wasser und Wetter ausgesetzt ist in Ordnung zu halten. Die Wasserloch-Klamm liegt zwar nicht im Nationalpark Gesäuse, aber sie ist definitiv eines der absoluten Top-Highlights der Region. In der Wasserlochschenke am Parkplatz kann man sich entweder vor oder nach der Wanderung erfrischen und stärken. Wir waren begeistert von der Zwetschgen-Schorle. Es gibt Ofenkartoffeln in allen erdenklichen Variationen.

Offizielle Webseite des Wasserlochs

 

 

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